Wenn Authentizität performt werden muss, ist sie dann noch echt?
- Tanja Weisenbach
- 29. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Ich sehe es an den Likes, ich sehe es an Aufrufen. Social Media liebt Inszenierung. Aber was kostet sie uns wirklich?
Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich spüre und sehe so viele, deren Business sich nicht (mehr) nach Wirken anfühlt, sondern nach Vorführung.
Heiler, die einst wirkliche Heilarbeit leisteten, performen Tangotänze vor der Kamera, Traumacoaches filmen sich selbst beim Heulen, Gesundheits Mentoren pushen ihr nächstes HighTicket Programm mit einem Clickbait Reel. Versteht mich nicht falsch,
Das hier ist keine Kritik an Menschen, das ist Kritik an einem System, das Sichtbarkeit höher bewertet als Integrität.
Wenn alles Bühne wird, geht irgendwann das Innere verloren. Vieles, was heute „Authentizität“ genannt wird, ist einfach nur gut verpackte Performance. Tanzen, posieren, lächeln. Tiefe im Hochformat.
Bewusstsein im Algorithmus-Gewand.
Das Problem ist nicht Sichtbarkeit, sondern ein beschissenes System das sich vorallem in den letzten Jahren mehr und mehr eingeschlichen hat..eines, das Anpassung belohnt und Echtheit abstraft. Es belohnt nicht Wahrheit, sondern Fake for follow...
Und wir spielen mit..
auf Kosten von Integrität, Nervensystem und Selbstachtung.
Wir sagen: „Das ist halt Social Media.“
Doch was wir wirklich sagen, ist:
Meine Tiefe verkauft sich nicht.
Meine Arbeit reicht nicht aus.
Ich muss mich verbiegen, um sichtbar zu sein.
Und das macht dich und deine Seele sooo verdammt müde. Und dennoch, machst du weiter...
Die Frage ist nicht, ob es funktioniert, sondern was es mit uns macht, wenn Sichtbarkeit nur noch über Show läuft. Wenn Impulse nur noch nach Algorithmus Zeiten geteilt werden und nicht, wann's von der Seele her dran ist.
Drum erinner dich in diesem ganzen Zirkus immer daran:
Nicht alles, was Reichweite hat, hat Substanz.
Und nicht alles mit Substanz will zur Show werden.
Vielleicht verlieren wir nicht Follower.
Vielleicht verlieren wir uns selbst...
Und vielleicht ist es nicht der Algorithmus, der uns klein hält, sondern der Moment, in dem wir anfangen, uns selbst zu vermarkten
wie ein Produkt ohne Seele...
Lassen wir das zu?
Oder wollen wir uns endlich wieder aufs echte SEIN fokussieren, ohne Selbstverrat, Dauerperformen und Fake-Nähe?!


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