Ich muss dich nicht aushalten.
- Tanja Weisenbach
- vor 2 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
Boah wie tief geht doch dieser Satz. Und wieviel Freiheit liegt in ihm. Die Freiheit mir selbst ein 100% JA zu geben.
Wie oft denken wir, dass wir Menschen und Situationen scheinbar aushalten müssten?
Wie oft denken wir, dass wir alles über uns ergehen lassen müssen? Wie oft denken wir, dass wir uns das jetzt schön reden sollten? Am besten noch verpackt in spirituelle Vergebungsarbeit.
Und wie oft übergehen wir damit uns selbst?
Das Fatale ist, wir haben nicht verstanden, dass es niemals um die anderen geht. Wir sind für niemanden, für nichts und niemanden verantwortlich.
Wir müssen niemanden aushalten. Wir müssen uns nicht erklären.
Wir müssen nicht die Gefühle des anderen halten. Sondern nur unsere eigenen.
Die einzige Person, die du aushalten musst, bist du selbst. Du nimmst dich nämlich immer und überall hin mit. Vor dir kannst du nicht weglaufen.
Ich frag dich drum ernsthaft:
Kannst du das aushalten?
Kannst du dich selbst aushalten?
KANNST DU DICH SELBST HALTEN?
Kannst du das wirklich, wenn du dich selbst übergehst?
Immer und immer wieder.
Was denkst, kommt am Ende bei raus, wenn du das tust?
Du denkst, wenn du immer Verständnis für andere hast und Vergebungsarbeit praktizierst, wirst du Einheit erfahren. Ja absolut.
Und zwar die pure (R)Einheit mit DIR.
Denn dem einzigen Mensch, dem du Verständnis entgegen bringen solltest, dem einzigen Mensch, dem du vergeben solltest, bist du selbst.
Dafür, dass du dich hunderte Male selbst übergangen hast. Dass du immer schön nett u angepasst und verständnisvoll zu den andern warst... und nein zu dir selbst gesagt hast.
Alle eifern sie dem Gesetz der Anziehung nach, aber beim Gesetz der Ablehnung, da sollen wir uns plötzlich irren.
Da sollen wir uns dann bitteschön anstrengen, das in Anziehung und Licht u Liebe umzuwandeln? Ist das nicht ein bisschen schizophren?
Den Tieren trauen wir die Kompetenz zu, dass sie für sich einstehen und sollte es die Situation erfordern, in den Kampf ziehen.
Wir empfinden es als vollkommen normal, dass sich manche Arten aus dem Weg gehen, aber bei uns selbst -die wir uns doch als die Krone der Schöpfung bezeichnen - da machen wir eine Ausnahme?! Aha.
Wir trauen uns nicht, dem Gesetz der Abstoßung genauso viel Beachtung zu schenken wie dem Gesetz der Anziehung.
Und dieses Gesetz auch radikal anzuerkennen und in unser Leben zu integrieren. Weil wir immer nur im Kopf statt im Körper sind.
Und dann wundern wir uns, wenn wir unserem eigenen Navigationssystem nicht trauen können. Weil wir uns selbst nur einen Teil unserer Gefühlswelt erlauben.
Wie gerne würdest du dich an den schönen Dingen im Leben orientieren und alles in dein Leben ziehen, was du dir wünschst? Das ist so verführerisch und es spricht auch überhaupt nichts dagegen. Da darfst du dem Leben vertrauen: Dort, wo es dich hinzieht, dort bist du richtig. Ganz egal, was das ist.
Doch bei der Abstoßung vertraust du dem Leben noch nicht. Da denkst du immer noch, du müsstest Kompromisse machen, dich erklären, dich klein machen, aushalten, verbalen Bullshit ertragen...
Es ist unsere tiefste Programmierung, dass wir nett, liebevoll und kompromissbereit sein müssen und dass wir das sagen, was andere gerne hören wollen.
Dass wir für alles eine Lösung finden müssen und dass wir möglichst nicht unangenehm auffallen.
Nur Verständnis u Kompromisse machen dich zu einem sozialen Wesen, richtig? Nur dann bist du ein wertvoller Teil der Gesellschaft, nicht wahr?
What a bullshit! Kompromisse und falsche Freundlichkeit machen dich zu einem unglücklichen Wesen.
Welchen Wert hast du für andere Menschen, wenn du unglücklich bist?
Ist das sozial, wenn du bei anderen bist, obwohl du am liebsten woanders wärst? Ist es sozial, dich mit Menschen zu umgeben, auf die du überhaupt kein Bock hast? Warum tust du's dann trotzdem?
Was bringst du da dir selbst und anderen bei?
Was tust du, wenn du dein eigenes Gefühl übergehst? Du drüber gehst, dich selbst überhörst, obwohl da alles in dir sagt "hey da läuten grad Alarmglocken!"
Das ist nicht sozial, das ist Selbstbestrafung und das hilft niemandem.
Sozial ist, was dich glücklich macht.
Darum ist mein NEIN zu dir niemals ein Nein zu deinem Weg, deinen Entscheidungen und deinem Leben.
Es ist immer ein JA zu mir, zu meinem Weg, meinen Entscheidungen und meinem Leben.
Und ein NEIN braucht keine Erklärung.
Ein NEIN ist ein vollständiger Satz.
Wenn ich gehe, dann gehe ich.
Wenn ich keine Lust auf dich habe, habe ich keine Lust auf dich.
Wenn ich dich kicke, dann kicke ich dich. Punkt.
Das hat nix mit bockigem Infantilismus oder "Ich stelle mich dem nicht, weil ich mein Thema dahinter nicht anschauen will" zu tun. Lass dieses Spiri Gelaber einfach und weg. Genau das hält dich nämlich davon ab, deinem eigenen inneren Kompass zu vertrauen! Ich bin Mensch, ich setze würdevolle Grenzen, ich folge meinem Gefühl. Punkt.
Würde ich meine Entscheidung begründen, würde ich Gefühle begründen.
Doch Gefühle sind nichts, was irgendeiner Logik entspringt.
Begründungen sind das. Denn Begründungen sind Gedanken und Gedanken kommen nach den Gefühlen.
Wenn also dein erster Impuls die Ablehnung ist, dann darfst du diesem Gefühl ruhig trauen.
Je öfter du das praktizierst, je öfter du JA zu deinem Gefühl sagst, bevor der erste Gedanke kommt, desto leichter wird es von mal zu mal. Und desto leichter wird dein Leben.
So paradox es klingt:
Je mehr du das Gesetz der Ablehnung in dein Leben integrierst, desto mehr Freude ziehst du in dein Leben.
Das mag zunächst provokant klingen und tatsächlich wird mir immer mal wieder vorgeworfen, ich würde provozieren.
Tatsächlich provoziere ich nicht bewusst.
Ich habe nur den Spaß meines Lebens weil ich meiner Wahrheit und meiner Freude folge und mich nicht gegen sie wehre.
Etwas also abzulehnen bedeutet, dass ich mich nicht mehr gegen meine Freude wehre. Und das gilt natürlich auch für dich wenn du etwas außerhalb der Norm machst.
Sobald du für dich einstehst und deinen Gefühlen 100% vertraust, nach deinen wünschen handelst und lebst, provozierst du immer, weil es immer jemanden gibt, der sich das selbst (noch) nicht traut und dir deshalb sagt, dass du das doch nicht machen kannst oder irgendein andern Scheiss.
In einer Gesellschaft, in der die Freude und das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung konstant unterdrückt wird, ist Freude eine Beleidigung.
Deine Wahrnehmung und das Vertrauen in deine Gefühle ist die größte vorstellbare Provokation.
Wehre dich einfach nicht mehr gegen sie.
Sei nur noch für dich und deine Gefühle verantwortlich.
Und dann..empfange die Wunder.


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