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Warum du niemals in der "neuen Zeit" ankommen wirst (u warum das deine Rettung ist).

7. Okt.
4 Min. Lesezeit

Neue Zeit, 5D, goldenes Zeitalter, Wassermannzeitalter etc.pp...

täglich bedient sich die spirituelle Szene dieser Wörter. Und vielmehr scheint es so, als würden diese mittlerweile so inflationär Verwendung finden, dass niemand mehr auf die Idee kommt, sie überhaupt zu hinterfragen. Wo kommen sie her? Wer hat sie ins Feld gesetzt? Warum üben sie so eine Sogwirkung auf so viele aus?


​Ich weiss nicht wies bei dir ist, aber bei mir läuten sofort die energetischen Alarmglocken, wenn Begrifflichkeiten so rudimentär ins Feld geworfen werden.

Aus so einem blinden Nachplappern entsteht dann in der Folge nämlich immer ein buntes Potpourri aus Anleitungen (für den Übergang), Tipps (für den kollektiven Aufstieg) und nicht zu vergessen, das ständige Optimieren (der eigenen Schwingung) durch und mit xy [hier ist Platz für deine Techniken].


​Lass uns deshalb heute mal ungefiltert über diese sogenannte "neue Zeit" sprechen.

Ich stelle mir dabei garnicht die Frage wie die neue Zeit aussieht, sondern vielmehr, was diese neue Zeit überhaupt sein soll??! Denn in meiner Wahrnehmung ist nichts daran neu. Alles, was ist, gab es schon immer und wird es immer geben.


Was also macht dieses Narrativ im Kern eigtl mit unserem Bewusstsein?

Es zwingt uns subtil -wie so oft- in eine Falle. Die Idee einer neuen Zeit ist nämlich -wie so oft- nichts weiter als das alte Karottenspiel der Matrix.

Die "Erlösung" wird dir immer einen Schritt weit vor deine Nase gehängt. Sei in (freudiger Er)Wartung, bereite dich vor, erhöhe deine Schwingung, trink Kakao, chante, affirmiere, bete, meditiere, sei in engelsgleicher Vorfreude auf dieses Ereignis....auf diese NEUE ZEIT.

Hach ist das toll...nicht.


Denn hier liegt mal wieder so ein fantastisch eingebautes Matrixprogramm, das dich - wie so oft - in einer künstlichen Warteschleife gefangen hält...ewig suchend, ewig wartend, ewig unvollständig.


Wir dürfen erkennen, dass die sog. neue Zeit schlicht eine alte Phase auf der Kreisbahn ist, an der wir zyklisch wieder (und wieder und wieder) ankommen. Es ist der ewige Loop der Matrix, das Ouroboros-Prinzip, in dem sich die Schlange selbst in den Schwanz beißt. Vergangenheit wird zu Zukunft wird zu Vergangenheit. Wir stehen an einem Punkt, an dem das kollektive Bewusstsein bereits etliche Male stand, getäuscht von der Illusion eines linearen Aufstiegs. Doch wo sollen wir hinaufsteigen wenn nicht auf die nächste Sprosse des Hamsterrads? Erinner dich: das Hamsterrad sieht von innen immer aus wie eine Aufstiegsleiter.


​Wisse, die Matrix liebt diese Sehnsucht. Denn eine "neue Welt" braucht immer neue Werkzeuge, neue Systeme, neue Führer und die nächsten (Frequenz)Upgrades. Man verkauft dir ein neues Buch für einen Traum, den du nie betreten wirst...


denn das Leben verläuft nicht auf einer geraden Straße, schnurstracks in die "neue Zeit".

​Wie also bricht man aus diesem Endlosstreifen, aus diesem ewigen Kreis, aus?

​Sicherlich nicht, indem man immer wieder mitläuft. Der Ausbruch passiert senkrecht zur Zeit.


Lass es mich dir ganz anschaulich erklären:

Ich stelle mir das Konstrukt der Zeit immer wie einen Filmstreifen vor, der endlos durch einen Projektor läuft.

In diesem Kino gibt es für mich zwei Rollen, die mich beide im ewigen Loop halten.

​Einerseits bin ich der Zuschauer, der (emotional!) gebannt auf die Leinwand starrt u darauf wartet, dass der Film irgendwann zu Ende ist und alle gemeinsam den Saal verlassen (Vgl. kollektiver Aufstieg!).


Andererseits bin ich der Protagonist, der auf der rotierenden Spule mitrennt. Solange mir nicht bewusst ist, dass ich nur eine Aneinanderreihung von Bildern auf einem Filmstreifen bin, die aus mir im ultraschnellen Abspielen der Spule ein Bewegtbild machen, bleibe ich im Film.

In beiden Rollen tu ich dasselbe: ich füttere die Inszenierung mit meiner eigenen Lebensenergie ...und halte mich damit selbst in beidem Fällen im Loop.


Will ich aussteigen, verlangen beide Rollen dieselbe Konsequenz:

​Als Zuschauer hör ich auf, darauf zu warten, dass der Film zu Ende geht oder die anderen Kinobesucher endlich aufstehen (ergo aufwachen). Ich warte nicht auf den Abspann. Ich stehe mitten in der Vorstellung auf, drehe der Leinwand den Rücken zu und verlasse einfach den abgedunkelten Saal um nach draußen zu gehen und die wahre Welt, wie sie vor mir liegt, einzuatmen.


​Und als Protagonist auf dem rotierenden Filmstreifen, wo ich immer weiter mitrenne bis mich iwann die Fliehkraft nach außen drückt, die Farben verschwimmen und die Orientierung verloren geht, renne ich weder vorwärts noch rückwärts. Ich werde mir meiner Selbst ge-WAHR, mache einen Schritt zur Seite, steige aus, genau in die stille, unbewegte Achse in der Mitte der Spule.

​Boom. Das ist der Schock der absoluten Präsenz. Ohne Dauerlauf. Ohne weiter. Ohne höher. Es ist der Augenblick, in dem ich den Scheren-Schnitt im Geist ansetze und einfach mitten aus dem laufenden Film austrete. Per Entscheidung.


​In dem Moment, in dem ich meine Aufmerksamkeit komplett von der Leinwand abziehe und mich aus meiner Rolle löse (welch wunderbare Doppeldeutigkeit) offenbart sich die kompromisslose Wahrheit.


Es gab nie eine Zukunft, auf die ich warten musste. Der ich folgen musste. Auf der aufgebaut ich meine Rolle spielen muss. Und es gab nie ein träges Kollektiv (im Kinosaal) das mich zurückgehalten hat. Die ganze Inszenierung existierte überhaupt nur, weil ich sie durch meinen eigenen Blick und durch meine Identifizierung mit ihr mit Leben gefüttert habe.


Um es auf den finalen Nenner zu bringen: Wenn du wieder an den Punkt gehst, an dem alles seinen Anfang nimmt - zu DIR SELBST - gibt es kein Warten mehr. Die Matrix verliert nicht erst in einer fernen Zukunft ihre Macht und wir rennen auch keiner neuen Zeit entgegen. Die Illusion endet genau hier. Genau JETZT, genau in dem Augenblick, in dem du deine Füße fest auf den Boden stellst, dich entscheidest aus dem Loop auszusteigen und dich wieder als die ewig unberührte Quelle deines eigenen Seins erkennst.

Ohne Anhaftung an irgendeinen Film, ohne Anhaftung an irgendwelche Begrifflichkeiten.

 
 
 

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