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Vom Absteigen und Ankommen

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Warum mein totes Feuerpferd ein Geschenk des Himmels war.


Vom Absteigen und Ankommen: Warum mein totes Feuerpferd ein Geschenk des Himmels war.

Vielleicht hast du's gemerkt, in den letzten Wochen war es mal wieder ein wenig stiller um mich. Ich bin durch tiefe Transformation gegangen und nicht nur einmal zeigte mir mein Körper in den letzten Wochen, was er braucht, um zu heilen. Ich war nicht einfach nur in der Stille, ich war in der Art von Rückzug, die es braucht, wenn das Fundament der eigenen Welt bebt. Ich war weg, weil ich mich selbst finden musste, tief vergraben unter den Träumen anderer und einer Vision, die mich fast erstickt hätte.

Was mich die letzten Wochen lehrte, darüber bin ich unendlich dankbar.

Vll musstest du selbst einmal die Erfahrung machen, dass du manchmal Träumen hinterher jagst, die sich im Kopf wunderschön anfühlen, dir aber im Herzen langsam die Luft zum Atmen nehmen.


Doch eins nach dem anderen...

Lange Zeit dachte ich, mein Weg auf Teneriffa sei es, irgedwann ein eigenes Retreat Center zu leiten. Ein Ort der Heilung, ein Raum für andere. Ich sah die Bilder vor mir, die Ästhetik, die Vision. Und wie es mit meiner starken Manifestationskraft so ist, setzte mich das Leben auch prompt an einen Ort, an dem ich real in diesen Traum eintauchen und ihn physisch erfahren sollte.

Doch während ich versuchte, diesen Raum zu halten, merkte ich, wie ich mich selbst darin verlor. Ich spürte, wie fremde und auch falsche Energien an meinen Grenzen rüttelten und wie dieser Ort, vollgesogen mit dem emotionalen Ballast vergangener Jahre, zu einer Last wurde, die ich nicht bereit war zu tragen. Ich hab immer wieder rein gespürt, die Emotionen durchlebt, mich nicht nur einmal gefragt, was all der Sturm (und ja, wir hatten wirklich extremen Sturm, der teilweise das Haus vom Regen flutete!) und das Chaos mit mir zu tun haben...

bis ich zur Erkenntnis kam:

Das Pferd ist tot.

Und wenn es tot ist, soll man absteigen..keine Taskforce bilden, keine Wiederbelebungsversuche forcieren, absteigen und es in Würde sterben lassen.

Wenn dein Pferd tot ist, steig ab.


Diesem Satz folge ich schon lange und er klingt hart, aber er ist die reinste Form der Selbstliebe. Ich habe aufgehört, meine Energie in Menschen,Orte und Projekte zu stecken, die meine Seele nicht nähren. Ich habe das Pferd sterben lassen. Und in dem Moment, als ich losließ, geschah das Wunder: Das Pferd starb und ICH begann wieder zu atmen.

Das Ende dieses Traums war die Geburtsstunde meiner Würde.

Das Leben hat mir ein Spiegelbild vorgehalten. Ich sah, was passiert, wenn man die eigene Integrität opfert, wenn man Grenzen fließen lässt, bis man im Dienst für andere unsichtbar wird. Es war ein schmerzhaftes, aber heiliges Lehrstück über die eigene Würde & Integrität.

Ich bin nicht hier, um die emotionale Mülldeponie für die Welt zu sein.

Meine heiligste Aufgabe in diesem Leben ist es, meinen eigenen Raum zu schützen. Ihn so groß und rein zu halten, dass darin Platz ist für mich und meine Familie ist. Meine Grenzen wie ein Heiligtum zu bewachen und nur noch das einzulassen, was wirklich in Resonanz mit mir steht. Das ist kein Egoismus, das ist Überlebenskunst. Das ist die Rückkehr zur eigenen Quelle.

Und oft dachte ich die letzte Zeit auch, ich hätte die Liebe zu Teneriffa verloren. Doch heute weiß ich: es war nicht die Insel. Es war der Ort, der schwer von Altlasten in jeder Ecke hing. Ich habe den Ort gewechselt, um meine Seele zu retten, aber meine geliebte Insel habe ich behalten.


Heute, nach meinem Umzug (nur 20min weiter ;)) hat mich die Insel das erste Mal wieder mit offenen Armen empfangen...weil ich endlich wieder bei MIR angekommen bin.

Ich spüre den Puls der Vulkanerde und die unbändige Kraft des Atlantiks. Ich atme nicht mehr nur ein, ich atme endlich wieder auf.


Vielleicht werde ich irgendwann wieder physische Räume öffnen. Aber wenn ich es tue, dann wird wieder es aus meinem eigenen Samen entspringen. Ideen habe ich viele, aber das wichtigste wird sein, dass sie meine Handschrift tragen werden, frei von Altlasten, klar wie der Ozean und stark wie der Fels unter meinen Füßen.

Ja, manchmal müssen wir eine Vision beerdigen, um selbst wieder lebendig zu werden.

Was die Zukunft bringt? Ich weiß es nicht. Und das ist okay.

Für heute ist alles gut.

 
 
 

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